Widerlegung des Dammbruch-Mythos: Warum die Wissenschaft dem KCanG recht gibt

Lange bevor der erste Samen in unseren Räumlichkeiten keimte, wurde die politische Debatte um die Teillegalisierung von Cannabis von hitzigen Prognosen dominiert, die nicht selten apokalyptische Züge annahmen.

Kritiker malten das Bild einer Gesellschaft an die Wand, die nach dem Fall des Verbots in einer Welle des unkontrollierten Konsums versinken würde. Nun, einige Monate nach Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes, liegen die ersten belastbaren, empirischen Daten vor, und sie sprechen eine deutliche Sprache, die uns in unserer Arbeit als Anbauvereinigung bestärkt. Wie das renommierte Deutsche Ärzteblatt unter Berufung auf den Epidemiologischen Suchtsurvey (ESA) 2024 berichtet, sind die befürchteten negativen Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Bevölkerung ausgeblieben.

Die Zahlen des Instituts für Therapieforschung (IFT) in München belegen eindrucksvoll eine Stabilität, die im krassen Widerspruch zu den einstigen Warnrufen steht.

Tatsächlich hat sich die Prävalenz des Cannabiskonsums bei Erwachsenen seit der Gesetzesänderung am 1. April 2024 nicht signifikant verändert, sondern verharrt auf dem Niveau der Vorjahre. Dies ist ein entscheidender Indikator dafür, dass die Entkriminalisierung keineswegs zu einer Banalisierung oder einem sprunghaften Anstieg des Interesses führt, sondern vielmehr den Weg ebnet, den bereits existierenden Konsum aus der Dunkelziffer in geordnete, sichere Bahnen zu lenken. Für uns bei WeedGras e.V. ist diese wissenschaftliche Bestätigung von fundamentaler Bedeutung, denn sie untermauert die These, dass mündige Bürger sehr wohl verantwortungsvoll mit neuen Freiheiten umgehen können.

Der Fokus verschiebt sich nun endlich von der quantitativen Frage des „Ob“ zur qualitativen Frage des „Wie“.

Anstatt Ressourcen im aussichtslosen Kampf gegen Konsumenten zu binden, können wir uns nun voll und ganz auf das konzentrieren, was das KCanG eigentlich bezweckt: den Jugend- und Gesundheitsschutz. Während der Schwarzmarkt mit seinen ungestreckten und oft kontaminierten Produkten weiterhin ein Risiko darstellt, bieten Anbauvereinigungen wie die unsere die dringend benötigte, sichere Alternative für Erwachsenen. Dass die Konsumzahlen stabil geblieben sind, zeigt, dass der Reiz des Verbotenen verflogen ist und einer sachlichen Normalität Platz macht.

Wir sehen uns durch diese Ergebnisse in unserer Mission bestätigt, durch Aufklärung, strenge Qualitätskontrollen und ein sauberes Produkt einen positiven Beitrag zur öffentlichen Gesundheit zu leisten, fernab von Hysterie und Stigmatisierung.

Ta-Ta

Euer WeedGras

Quellen:

Zum Artikel im Deutschen Ärzteblatt: Keine Auswirkungen auf Konsumhäufigkeit

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